Hot Chili Selection: Herkunft des Chiliöls

Ob in Italien, Frankreich, Griechenland oder im asiatischen Raum – Chiliöl erfreut sich gerade in diesen Ländern großer Beliebtheit und wird gerne zu Tisch als Würzöl verwendet. Es verleiht Speisen wie Pizza, Pasta oder Salaten eine leichte Schärfe. Auch bei der Zubereitung von traditionellen asiatischen Gerichten wird es gerne verwendet. In französischen und italienischen Pizzerien findet man das Chiliöl häufig bereits auf dem Tisch vor. In Italien trägt es sogar einen besonderen Namen – Olio Santo – was so viel heißt wie „heiliges Öl“. Daneben gibt es das Öl auch unter dem Namen Peperoniöl oder Pizzaöl.

Bei Ausgrabungen in einem Tal bei Tehuacan (Mexiko) wurden Belege gefunden, die beweisen, dass die Paprika zu deren Familie die Chili gehört, bereits um 7000 v. Chr. als Nutzpflanze diente. Dabei handelte es sich noch um die Wildformen der Pflanzen.

Erste durch Selektion entstandene Zuchtformen werden auf den Zeitraum zwischen 5200 und 3400 v. Chr. geschätzt. Alle fünf noch heute angebauten Arten wurden bereits vor der Entdeckung Amerikas durch die einheimischen Völker kultiviert.
 
In einer 2007 veröffentlichten Studie konnten Forscher nachweisen, dass Chilis in Südwest-Ecuador bereits um 4100 v. Chr. verwendet wurden, deren Stärke sich von wilden Chilis unterscheidet.
 
Durch den Kolonialismus und den zunehmenden Welthandel, breiteten sich Sorten dieser Pflanzengattung schnell in Afrika, im Nahen Osten und in Südostasien bis nach Japan aus. Sie wurde in vielen Ländern, wie Indien und Thailand, fester Bestandteil der heimischen Küche. Zuvor wurden dort unter anderem Ingwer und Pfeffer als scharfe Gewürze genutzt.
 
Als Urform der meist kultivierten Paprika gilt heute die Unterart Tepin, deren Früchte im Durchmesser etwa 1 cm groß, rund und sehr scharf sind. Diese Sorte ist noch heute wildwachsend in Südamerika anzutreffen. Durch gezielte Selektionen und Kreuzungen entstanden über tausend verschiedene Sorten, wie etwa der bekannte mexikanische Jalapeño.